Beef Jerky - Trockenfleisch selber machen

Kategorie: Haus, Garten, Küche & Co. Veröffentlicht: Freitag, 16. Februar 2018

In vielen Einzelhandelsgeschäften, aber auch bei Trecking-Ausrüstern wird das sogenannte Beef Jerky angeboten, also getrocknetes Rindfleisch. Nicht immer ist diese Art von industriell gefertigtem Dörrfleisch bekömmlich oder schmackhaft. Clayton Husker zeigt, wie man Trockenfleisch ganz einfach selbst herstellt.

Trockenfleisch ist eine der ältesten Bevorratungsarten überhaupt. Es wird als luftgetrocknete Wurst / Schinken, zum Teil auch als Pökel- oder Räucherfleisch zu hohen Preisen gehandelt. Gewürztes Dörrfleisch vom Rind wird unter dem Begriff Beef Jerky verkauft, aber auch Fleisch vom Schwein, Schaf, Pferd, Wild oder Ziegen wird durch Trocknung konserviert. Das Trocken- oder Dörrfleisch sollte möglichst bei geringer Luftfeuchtigkeit gelagert werden, denn die Mikroorganismen auf der Oberfläche sind nicht abgetötet, sondern nur durch Dehydrierung daran gehindert worden, sich zu vermehren. In diesem Beitrag wollen wir uns der Herstellung von eigenem Beef Jerky widmen.

Vorbereitung

Um ein gutes Beef Jerky zu machen, benötige ich einige Dinge und Zutaten:

  • eine Darre ( z.B. eine Ofendarre -> hier)
  • Backpapier, Zuschnitt
  • 2 große Rumpsteaks
  • Salz, Pfeffer, Steakgewürz
  • Balinesische Sojasauce
  • Vakuumverschweißgerät

Zunächst schneide ich das Fleisch in möglichst dünne Scheiben, damit es schnell trocknet und nicht während des Dörrvorgangs verdirbt. Es ist dabei auf gleichmäßige Stärke zu achten und es sollte qualitativ hochwertiges Fleisch genommen werden.

Aus Wasser, süßer balinesischer Sojasauce, Salz, Paprika, Estragon, Liebstöckel und bei Bedarf Pfeffer oder Chili rühre ich eine Marinade an, in die ich das Fleisch gebe. Ob man vor oder nach dem Dörren marniert, oder ob überhaupt, ist eine Frage, über die in Foren gern mal heiß diskutiert wird. Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich mag den süßlich, leicht salzigen Geschmack.

Als nächstes wird das Lochblech der Darre mit Backpapier abgedeckt, damit Fleisch und Marinade nicht am Blech kleben bleiben.

Das Fleisch wird auf das Backpapier gelegt, hierbei achte ich darauf, das es nicht zu dicht liegt und nicht überlappt, denn an diesen Stellen trocknet das Fleisch nur sehr langsam.

Dann wird das Lochblech auf die Abstandhalter gesetzt, ich dörre in zwei Etagen. Von Zeit zu Zeit tausche ich die Bleche aus und wende das Dörrgut. Die Trocknungstemperatur beträgt hier ungefähr 30°-40° Celsius.

So sieht das Ergebnis nach zwei Stunden aus::

Nach vier Stunden:

Nach sechs Stunden

Fertig ist das selbstgemachte Beef Jerky. Es ist von ledriger bis trockener Konsistenz, und etwas zäh, aber es schmeckt hervorragend.

Nun noch im Vakuumverschweißgerät einschweißen und es ist lagerfähig.

Dörr- und Trockenfleisch, das zudem noch vakuumverschweißt ist, lässt sich hervorragend über einen längeren Zeitraum lagern. Man kann es nutzen, um z.B. Suppen zu verfeinern, wie hier, unsere Outdoor-Mahlzeiten (-> Trockensuppe für unterwegs zubereiten). Auch im Prepperlager macht sich Beef Jerky sehr gut als Eiweißträger.

 

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